Landhaus Am Rupenhorn, Berlin, Instandsetzung und denkmalgerechter Rückbau auf den Zustand von 1930

Bauherr:
Dr. Christa Kliemke und Prof. Robert Wischer, Berlin
Leistung:
  • Architektenleistung
    Leistungsphasen: 3 - 8
Fertigstellung:
10 / 2011
Bruttogrundfläche:
456 qm
Auszeichnungen:
Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2017, 1. Preis; Ferdinand-von-Quast-Medaille 2000 (Denkmalpflegepreis für den Bauherrn)
Planung und Ausführung Neubau: Architekten Hans und Wassili Luckhardt und Alfons Anker
Ein Denkmal des Neuen Bauens
Das Landhaus „Am Rupenhorn 25“ ist ein 1930 erbautes Einfamilienhaus in Berlin. Es befindet sich in einer Charlottenburger Villenkolonie und ist heute ein Denkmal früher moderner Architektur. Nach Verwahrlosung und zahlreicher Umbauten wurde das Gebäude öfter notdürftig repariert. Die Architekten Prof. Robert Wischer und Dr. Christa Kliemke erwarben das Haus und trieben die Instandsetzung voran. So begann die erste Phase der Sanierung mit der Erneuerung der Fassade, des weiß verputzen Stahlskelettbaus.

Die Sanierung erfolgte in drei Phasen. Zuerst fand die Bestandssicherung statt. In der zweiten Phase ging es um den Innenausbau. Angefangen vom Entfernen der später eingebauten Leichtbauwände bis hin zum Umbau der Fenster in den originalen Zustand. Das Treppenhaus bekam seinen ursprünglichen roten Linoleumbelag zurück sowie die Obergeschosse ihren grauen. Die Wohnräume wurden mit Mineralfarbe im Eierschalenton gestrichen. Das Treppenhaus bekam dieselbe Farbe und wurde wie im Neubau 1930 hochglanzlackiert. Das Wohnzimmer wurde mit einem Velours-Teppich verspannt. In der dritten Phase fand eine Sanierung der Außenfassade statt. Innenwände und Treppenhaus erfuhren eine Oberflächensanierung, da es aufgrund einer Erderschütterung zu Rissen kam. Ebenso wurden die Pergola kernsaniert und die Bibliothek denkmalgerecht wiederaufgebaut.
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