Landratsamt Enzkreis, Pforzheim, Neubau Verwaltungsgebäude

Bauherr:
Der Enzkreis, Pforzheim
Leistung:
  • Architektenleistung
    Leistungsphasen: 2 - 8
Fertigstellung:
04 / 1993
Bruttogrundfläche:
16.337 qm
Auszeichnungen:
Auszeichnung für "Beispielhaftes Bauen im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim 1985-1995" der Architektenkammer Baden-Württemberg, 1996; BDA-Auszeichnung "Guter Bauten", 1993
Wettbewerb:
Wettbewerb 1. Preis
Der Entwurf markiert eine räumliche Neuordnung und Begrenzung: Der Kopf des Gebäudes betont die Schnittstelle von Zähringerallee, Güterstraße und Zentralem Omnibusbahnhof Nord. Ein kreuzungsfreier Diagonaldurchgang in Nord-Süd-Richtung wird geschaffen, über die östliche und westliche Unterführung besteht eine direkte Anbindung an den Hauptbahnhof und das Stadtzentrum.

Die Baukörper sind introvertiert konzipiert, jedoch gleichzeitig eingefügt in bürgernahe beruhigte Zonen mit gepflasterten Terrassen zum Spielen; Plätze und Begrünung beleben den Bereich der Magistrale im Blockinneren. Die Außenanlagen bilden ein räumliches Kontinuum zwischen großzügigem Innenhofgrün, den Freiflächen um die Magistrale, der Cafeteria und der hohen verglasten Eingangshalle.

Die publikumsorientierten Ämter und die Hauptfunktionen sind im Gebäude Güterstraße untergebracht. Beratungsstellen mit einem höheren Anspruch auf Privatheit sind im Gebäude Kronprinzenstraße zu finden, ebenso zwei Hausmeisterwohnungen sowie drei Appartements. Die interne Verknüpfung der beiden Gebäude erfolgt über einen verglasten Verbindungssteg in der Ebene 2, über den auch die Cafeteria direkt erreichbar ist.

Die viergeschossige schmale Eingangshalle mit Glasdach, umlaufenden Galerien und zwei verglasten Verbindungsstegen erfüllt eine Verteiler- und Orientierungsfunktion. Die offene Informationstheke im Erdgeschoss vermittelt Publikumsnähe. Die gewendelte Treppe im Glasturm lädt dazu ein, die Halle in ihrer gesamten Höhe zu erfahren. Publikumsintensive Ämter, wie die Ausländerbehörde, Poststelle, Verkehrsamt und das Amt für öffentliche Ordnung sind über die Halle leicht erreichbar untergebracht.

Die Tragkonstruktion des Gebäudes besteht aus Stahlbeton. Die Fassade ist im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss verglast, in den oberen Geschossen mit einer hinterlüfteten Keramik-Verkleidung ausgeführt. Das Gebäude Kronprinzenstraße erhielt eine Putzfassade. Leichte Trennwände aus Gipskarton zwischen den Büros und gemauerte Flurwände prägen den Innenausbau.
Loading…